EIN  AUFSATZ

von agnus d.  /  anno domini  2004  /  aktualisierung juni  2020

 

Es heisst, dass im Leben nichts sicher ist ausser dem Tod. In jedem Moment kann er eintreten, sei es nun durch Unfall, Krankheit oder irgend eine aeussere Gewalt, als natuerlichste Sache von der Welt. Heisst es doch auch, dass alles was kommt, ebenso wieder gehen muss. Man wird in das Leben hineingeboren, und scheidet daraus sterbend wieder aus. Zunaechst betrifft zwar der Tod die anderen, doch irgendwann frueher oder spaeter ist man selbst an der Reihe, ob man will oder nicht. Nachdenkliche und am Dasein an sich, interessierte Menschen fragen sich deswegen nach dem Sinn ihres Seins. Welchen Sinn soll das geschenkte Leben gehabt haben, wenn es einem doch wieder genommen wird? Und warum und wozu gibt es das Dasein ueberhaupt? Weshalb ist nicht einfach nur nichts?

Man kann ja noch verstehen, dass fuer die Evolution des Lebens, als eine bestaendige Hoeherentwicklung, das veraltete Modell durch ein neueres zu ersetzen ist, weshalb das alte nach Ausgebrauch zu entsorgen waere. Aber sind nicht wir vernunftbegabten Menschen mit unseren stolzen Zivilisationserrungenschaften erkennbarer Hoehe- und Endpunkt in der Selbstorganisation der Natur? Da koennte man doch bei uns schon mal einen Schlussstrich unter den Tod ziehen!

Doch die naturgemaesse Vergaenglichkeit zu einer jeglichen Endlichkeit, laesst da nicht mit sich reden. Alle neuesten und hoffnungsvollen Versuche des Menschen das Leben zu verlaengern, oder gar das Altern genetisch moeglichst vollstaendig auszuschalten, muendet bestenfalls in eine Scheinunsterblichkeit, weil der Tod bei der All-Ausdehnung zur energetischen Verebbung universales Programm sein muss. Dies bedeutet, dass dann bei Erreichen einer Quasi-Unsterblichkeit der Todeszeitpunkt nur auf eine hoehere Ebene gehoben wird, sodass jetzt in einem entsprechend vergroesserten Zeitrahmen gestorben werden muesste.

Jes 26,14 Sie, die nun tot sind, werden nicht wieder lebendig; Schatten stehen nicht wieder auf; darum hast du sie gerichtet und ausgerottet und jede Erinnerung an sie vernichtet.

Als die Menschen der Antike das Denken kultiviert hatten, spukte von da an auch immer wieder der Gedanke eines Urgrundes oder ersten Bewegers in ihren Koepfen herum. Denn wenn eins aus dem anderen folgt, wird in jedem Moment immer wieder der Anfang von etwas Neuem und das Ende von etwas Altem aufgezeigt ( = jede Sekunde, Minute, Stunde, Woche, Aera usw. ist das Ende der Vorhergehenden sowie zugleich der Anfang der Nachfolgenden ). Dann - so dachte man - sollte es auch fuer alles insgesamt einen Anfang und ein Ende geben. Und dort, wo dann alles urgruendig anfinge, muesste eine erste Ursache wirken, die in ihrer Allgrundlegung dementsprechend allumfassend und allmaechtig waere. Indem aber diese erste Ursache sozusagen in der Luft haengen musste, sowie von nichts nichts kommen kann, konnte sie auch kaum ernsthaft diskutiert werden. Es nuetzte auch nichts, wenn man dann tatsaechlich schon einmal an eine Geschlossenheit des Ganzen zu einer Kreisfunktion dachte, wie sie in der Bibel z.B. in Offb. 22,13 mit dem „A und O“ nahegelegt ist. Denn wie die konkret auszusehen haette, konnte sich keiner vorstellen.

Eines aber schien dabei immer allen klar zu sein, dass mit einem Anfang dann auch das Ende vorgegeben sein muesste. Und dass eine Bewegung allein dadurch, dass sie beginnt, auch wieder zu enden hat. Denn der Beginn an sich, ist ja nur dort moeglich, wo nichts mehr geht, wo alles in der Bewegung zum Nullpunkt markierenden Stillstand gekommen sein muss. Wo also etwas Begonnenhabendes noch am Laufen ist, kann kein Beginn an sich, stattfinden. Das Dasein als etwas prinzipiell in sich selbst Begonnenes, kann folglich nur da seinen Beginn haben, wo es in sich selbst durch sich selbst zum Erliegen kommt. Was sich bei einer Formulierung wie: „in sich selbst durch sich selbst“, deswegen ausschliesslich durch ein das Dasein vergegenstaendlichendes Selbst verwirklichen kann.

Joh 9,4 Ich muss die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, wo niemand wirken kann.

Mit der Nacht in welcher niemand mehr wirken kann, weil hier das Dasein in Erfuelltheit der selbsteinholenden Rueckkoppelung zum urploetzlichen Stillstand gekommen ist, ist der absolut alles entscheidende Nullpunkt des Daseins erreicht. Fuer die nullpunktuelle Selbstrueckschliessung war die Menschwerdung des Wortes absolut erforderlich gewesen. Allein sie vermag im Scheitelpunkt aller Bewegung - zum totalen Stillstand des Ganzen - als toedliche Selbstbedrohtheit des wesentlich Bewegung seienden Daseins, eben genau diese Erkenntnis zu vermitteln. Und wiederum nur die direkte, schockierende Erkennung seiner zentralen Selbstgefaehrdetheit ist in der Lage, dem Dasein aufruettelnden Antrieb zur auferstehlichen Ueberwindung seines zentralen Totpunktes zu geben. Das ist die Ursituation, in der sich das Dasein ueber sein Selbst mit uranfaenglicher Selbstverwerfung in die selbsterhaltende, kreisfoermige Selbstbewegung zurueckzuholen hat.

Indem wir das Leben hauptsaechlich als einen auf Stoffwechsel und Reproduktion basierenden, biologischen Prozess der Rueckkoppelung mit Fremdunterscheidung definieren, zeigt sich hierbei deutlich die Bewegung als Motor des Lebens. Deshalb setzt mit Bewegungsende der Tod als Erloeschung aller Lebensfunktionen ein. Kommt also der Herzschlag - als die rhythmische Grundbewegung des Lebens - zum vollstaendigen Stillstand, dann bricht die sauerstoffabhaengige Kreislaufbewegung bzw. die Blutzirkulation zusammen, und der Tod tritt mit einer Uebergangsphase von in der Regel wenigen Minuten unwiderruflich ein.

Daher sind Wiedererweckungen von Gestorbenen heutzutage grundsaetzlich nicht glaubhaft. Es sei denn, man will Jesus Christus als denjenigen sehen und anerkennen, als den er sich vor seinem Tod am Kreuz und nach seiner Auferstehung aus dem Grab bezeugt hatte. Aufgrund dessen muss seine Auferstehung von den Toten den Kern des christlichen Bekenntnisses bilden. Wer seine Auferstehung mit Himmelfahrt und Pfingsten nicht zum Glauben annimmt, findet sonst an Jesus kaum noch etwas, das den Glauben lohnt.

Mit dem je individuellen Tod ist da auch das je individuelle Zeitende erreicht, sodass sich fuer das gestorbene Leben die Rueckverbindung zur ueberzeitlich nullpunktuellen Selbstschnittstelle des Daseins einstellt, von wo heraus alles zeitliche Dasein beginnt und ebenso wieder endet. Gelingt es also einem dazu vorherbestimmten Menschen, auf seinem fuer seine Rueckkoppelung notendigen Selbsteinholungsweg sein Leben in der direkten Sohn-Bezogenheit auszuhauchen, sodann tritt das von Jesus Verheissene ein. Das heisst: die Selbstschnittstelle des Daseins verwirklicht sich bei und in ihm. Verbunden ist damit eine Befaehigung zur Allspiegelung, welche den Betreffenden zu Adam ausweist, als jenen ueberpersonalen biblischen Stammvater.

Jes 25,8 Er wird den Tod auf ewiglich verschlingen. Gott der Herr wird die Traenen von allen Angesichtern abwischen und die Schmach seines Volkes von der ganzen Erde hinwegnehmen! Ja, der Herr hat es verheissen.

Offb 21,4 Und Gott wird abwischen saemtliche Traenen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

Adam verkoerpert also die nullpunktuelle Selbstschnittstelle des Daseins. Sie ist der ueberzeitliche spirituelle Ort, Eden genannt, an dem sich alles zu entscheiden hat. Leben oder Tod.  Leben heisst, mit einer urknallenden Selbstabstossung des Monopols die Weltgrundlegung zu vollziehen. Tod heisst, genau das zu unterlassen. Fazit also: Ohne Weltgrundlegung kein Dasein, und somit auch kein Leben. 

Offb 1,17 Und als ich Ihn sah, fiel ich zu seinen Fuessen wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach: Fuerchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte.

Offb 1,18 und der Lebendige; ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schluessel des Todes und des Totenreichs.

Offb 2,8 ............. Das sagt der Erste und der Letzte, welcher tot war und lebendig geworden ist:

Worauf es hierbei ankam, soll nochmals das nachstehende Zitat verdeutlichen.

Joh 12,25 Wer seine Seele liebt, der wird sie verlieren; wer aber seine Seele in dieser Welt hasst, wird sie zum ewigen Leben bewahren.

Erster und Letzter ist man nur in einem Kreisschluss.  Ebenso wie der Anfang das Ende nur ist, wenn in einem Kreislauf das Ende den Anfang einholt. Und dabei beides in Eins faellt. Wer sich in dieser Schnittstelle von Anfang uund Ende der Zeit befindet, der steht lebendig ueber Leben und Tod. Zugleich hat er dort ueber das Schicksal der Welt zu entscheiden, und damit auch ueber sich selbst. Denn er ist ja als Mensch ein Teil dieser Welt. Mit seiner urknallenden Selbstverwerfung, als Welt- und Selbstgrundlegung, wird der Mensch zum Herrn und Gott eines Universums. Eines Univerums, das er selbst ist, weil er es verkoerpert.

Das Evangelium der Apostel ist die Botschaft vom unendlichen Leben mit Gott zusammen in einer anderen, zweiten Weltzeit. Sie sollte die erste derzeit noch laufende Weltzeit einer vergaenglichen Gottesferne auf alle Ewigkeit abloesen. Zwischen den beiden somit polaren Weltzeiten einer vergaenglichkeitsweisen Endlichkeit und unvergaenglichkeitsweisen Unendlichkeit steht der endlichkeitsgemaesse Tod, auf den dann das unendliche Leben zu folgen haette.

Das war der Kern in Jesu Verkuendigung, um den sich alles andere damit Zusammenhaengende rankte. Indem es also vom endlich toedlichen Leben in das unendlich unsterbliche Leben zu gehen hatte, war der Tod fuer Jesus - als zu vernachlaessigende Zwischenstation - kein eigentliches Thema. Wurde er aber doch einmal von ihm erwaehnt, so geschah dies dann in der Hervorhebung seiner Ueberwindbarkeit bei Annahme seiner Worte.

Mt 24,35 + Mk 13,31 + Lk 21,33  Himmel und Erde werden vergehen, jedoch meine Worte werden niemals vergehen.

Mk 9,1 + Lk 9,27 + Mt 16,28  Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, es sind etliche unter denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes mit Macht haben kommen sehen.

Joh 8,51 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn jemand mein Wort be- wahrt, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit!

Lk 9,60 + Mt 8,22 Jesus aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du jedoch gehe hinaus und verkuendige das Reich Gottes!

Ein solcher Vortrag haette Nachfragen ausloesen muessen, wie man sich sowas vorzustellen habe. Entweder sind sie nicht gestellt worden, oder Jesus ist ihnen wohlweislich ausgewichen, um bei staendiger Gefahr des Aergernisses keine Perlen vor die Schweine zu streuen ( Mt 7,6 ), oder Oel ins lodernde Feuer zu giessen. So haette eine in ihrer fremdartigen Abstraktheit nach ueberbordender Fantasie klingen muessende Erklaerung sehr wahrscheinlich das Gegenteil des Beabsichtigten bewirkt. Dass es sodann in der Tat einer grossen, welt- und daseinserklaerenden Ausholung bedurft haette, um seinem Publikum ein hinreichendes Verstaendnis all dessen nahezubringen, zeigt nachstehend die tiefe Verwurzeltheit damaligen Denkens in Alltagsgewohntem.

Joh 8,52 Da sprachen die Juden zu ihm: Jetzt erkennen wir, dass du einen Daemon hast! Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst: Wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht schmecken in Ewigkeit.

Der Welt ihre Daseinsgruende offenzulegen, lag nun nicht in Jesu Selbstbrueckenmission. Der ganze Komplex waere ohne eine entsprechende Vorbildung, wie sie heutzutage die Gesellschaft einem Grossteil der Menschheit bietet, auch nicht wirklich zu verstehen gewesen. Wohl deswegen beliess es Jesus bei der so unumgaenglichen Verstaendnislosigkeit, und setzte alles auf eine von der Vollmacht abzuleitende Glaubwuerdigkeit, die er dann mit so genannten Zeichen belegte. Doch fuer die Botschaft der Lebensunendlichkeit konnte es keinen besseren Beweis als seine demonstrierte Macht ueber den Tod geben, die er mehrmals einem staunenden und ratlosen Publikum vorfuehrte.

Joh 12,9 Es erfuhr nun eine grosse Menge der Juden, dass er dort sei; aber sie kamen nicht allein um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte.

Bei der Unglaublichkeit von solchen Machttaten eines sonst ganz normal erscheinenden Menschen, wurde aber dennoch weniger der Glaube an ihn, als das komplette Spektrum widerstreitender Gefuehle mobilisiert. Wenn also schon kaum an Jesus verkuendeter Gottes- und Vaterbeziehung geglaubt wurde, so sollten jedenfalls dann seine Wundertaten durch sich selbst sprechen. Und die belegten in jenen beiden ueberlieferten Faellen den Tod als grundsaetzlich ueberwindbar. Allerdings ebenso prinzipiell nur durch denjenigen, der auch die Macht dazu hat, oder welchem dieser eine solche Macht verleihen wollte. Und das wiederum sollte vom Glauben an Jesu Wahrhaftigkeit abhaengig sein, womit sich der Kreis schliesst. Ohne den Glauben an den Christus in Form der Anerkennung seines Allumfassungsanspruchs, wuerde es kein Entrinnen aus dem Tod geben koennen.

 

Eine Besonderheit bildet zum Schluss des Neuen Testaments in der Johannes-Offenbarung die Nennung vom „zweiten Tod“. Denn er setzt einen ersten Tod mit einer Auferstehung aus eben diesem Tod voraus. Wie kann man sterben, um aus dem Tod wieder aufzuerstehen, und dann nochmals vom Tod bedroht zu sein? Eigentlich ein Unding, mit dem es deswegen eine eigentuemliche Bewandtnis haben muss. Dabei kommt man wieder auf die Selbstrueckkoppelung des Daseins, welche im Rahmen von sich wechselseitig bedingender Ursache und Wirkung eines zweimaligen, identischen Kreislaufs bedarf, damit Anfang und Ende jeweils ihre Deckung bzw. Rueckkoppelung haben.

Offb 2,11 Wer ein Ohr hat, der hoere, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer ueberwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem zweiten Tod!

Offb 20,6 Selig und heilig ist, wer teilhat an der ersten Auferstehung. Ueber diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein, und mit ihm regieren tausend Jahre

Die Selbstschnittstelle des Daseins - von Anfang und Ende in Einem - mit ihrer nullpunktuellen Zentralitaet laesst in ihrem sie vergegenstaendlichenden Selbst alles ausnahmslos auferstanden sein. Von daher nimmt auch im universalen Selbst alles an dessen polarem Schicksal teil. Dies ist zum Einen ohne Selbstabstossung ein toedliches Versagen, und zum anderen mit einer Selbstabstossung ein lebendiges Bewaehren.

Jedoch ist die ueberzeitliche Selbstschnittstelle das Zentrum des zeitlichen Weltkreislaufs, wodurch sie zu ihm gehoert, und von ihm umschlossen wird. Da ist der Anfang von toedlichem Versagen gekennzeichnet, und das Ende von einer lebendigen Bewaehrung. Beides muss sich zugleich und in Einem verwirklichen, damit dieser als Vollzug bestehende Kreislauf von Anfang bis Ende seinen systemischen Sinn hat.

Das Symbol der „tausend Regierungsjahre“ steht fuer die durch nichts und niemanden mehr zu verhindernde, absolut feststehende Umschaltung des Daseins nach dem Vollzug auf seine Vollzogenheit. Denn ein zweimalig vollzogener Kreislauf bringt mit der Deckung von Anfang und Ende das endgueltige Ende der Zeitwelt.

Mt 7,14 Aber die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben fuehrt, und wenige sind es, die ihn finden!

Mt 10,39 Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden.

Joh 17,24 Vater ........... denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt!

Jesu Worte erfuellen sich auf das Genaueste. Aber vor der Zeit kann nun einmal nicht bekannt sein, wer zum universalen Selbst des Daseins vorbestimmt ist. Infolgedessen waren und sind alle zu rufen, damit letztlich derjenige erreicht werden konnte, dem dies alles zu gelten hat. Weil einzigst er mit seiner Verwirklichung der Selbstschnittstelle des Daseins eben fuer alle und alles steht. Als umsonst ist aufgrund dessen keine all jener Entbehrungen anzusehen, welche Christen und Gemeinden ueber die Zeiten hinweg auf sich genommen haben, wenn sie Jesu Christi allgemeingueltig gehaltene Forderungen auf sich bezogen hatten.

Die Selbstorganisation des Lebens aus dem Urknall heraus laesst da alles mit allem zusammenhaengen. Alles Daseiende hat so ein breites, stammbaumartiges Fundament. Gleiches gilt natuerlich auch fuer die am Ende der Zeit stehende final-kausale Selbsteinholung des universalen Selbst des Daseins zu sich selbst. Nach zweimalig identischem Vollzug ist dann fuer die Zeitwelt das Ende gekommen.

Wenn Jesu Botschaft ernst genommen und weitergetragen werden sollte, dann hatte er von seinem Publikum Glauben und Ueberwingung zu fordern. Was in Jesu weitgefasstem Aufruf an alle deutlich zum Ausdruck kam. Die Vorlage hierfuer findet sich da in einstmaligen Aufforderung des Herrn an die mosaischen Israeliten, einen Jahwe-Kult aufzubauen, da Gott sein Verborgenheitsdilemma auszugleichen hatte. Insoweit fuehrte Jesus das sich zuvor schon bewaehrt habende Vergegenwaertigungskonzept fort, indem er da zu erfuellende Forderungen erhob. Schliesslich ist es allgemein so, dass von nichts auch nichts kommen kann. Und mit einer systemisch sozusagen stets bei Null beginnenden Geburt praesentiert sich das zeitliche Leben sowieso als eine permanente Uegerwindungsanforderung.

Joh 6,27 Wirket nicht die Speise, die vergaenglich ist, sondern die Speise, die ins ewige Leben bleibt, welche des Menschen Sohn euch geben wird; denn diesen hat Gott, der Vater, bestaetigt!

Mt 19,16 + Lk 18,18 + Lk 10,25 Und siehe, einer trat herzu und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, um das ewige Leben zu erlangen?

Mt 19,17 Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem Guten? Es ist nur Einer gut! Willst du aber in das Leben eingehen, so halte die Gebote!

Mk 10,45 Denn auch des Menschen Sohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Loesegeld fuer viele.

Joh 5,39 Ihr erforschet die Schriften, weil ihr meinet, darin das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir zeugen.

Lk 10,28 Er sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben!

Die Gebote zu halten ist also noch nicht das Gute, fuehrt aber zum Guten hin, welches das Leben ist, das von Gott verkoerpert wird. Die Gebote sind hier eine gute Zivilisationsgrundlage fuer ein geregeltes Miteinander der Menschen, zum Wohle aller. Sie haengen indirekt mit der zentralen Selbsteinholung von Wort und Sprecher zusammen, als dafuer ein bestens geordnetes und gut funktionierendes Gemeinwesen die Voraussetzung stellt. Insoweit kommt der Einhaltung der Gebote groesste Bedeutung zu, sodass ihre Beachtung schlichtweg „gut“ zu heissen ist.

Lk 18,30 + Mk 10,30  der es nicht vielfaeltig wieder empfinge in dieser Zeit und in der zukuenftigen Weltzeit das ewige Leben!

Die zukuenftige Weltzeit waere keine Weltzeit, wenn sie nicht die komplette Welt, und eben damit ausnahmslos alle Menschen umgreifen wuerde, sonst waere sie wohl viel eher „Teilzeit“ zu nennen. Und eine mit der Zeit entstandene und vergangene Welt, welche ganzheitlich in einer anderen Weltzeit wieder zum Vorschein kommt, kann darin nur mit ihrer Zeitlichkeit aufgehoben sein, womit sie so zeitlos unvergaenglich ist. Jesus laesst dann noch in Anspielungen an die allgemeine Klugheit (Ohren zu hoeren, Augen zu sehen) die Tatsaechlichkeit der Daseinsverhaeltnisse durchblicken, worin jeder fuer sich selbst verantwortlich in der Zeit sein ewiges Schicksal gestaltet.

 20,38 Er ist aber nicht Gott der Toten, sondern der Lebendigen; denn ihm leben alle.

Mt 5,45 auf dass ihr Kinder eures Vaters im Himmel seid. Denn der laesst seine Sonne aufgehen ueber Boese und Gute, und laesst regnen ueber Gerechte und Ungerechte.

„Alle“, das sind buchstaeblich saemtliche ohne irgend eine Ausnahme, weil das Dasein eine einzige unteilbare Schicksalsgemeinschaft bildet, mit den Guten sowie auch den Boesen. Freilich geht einzig das Gute in jene zukuenftige, als das Reich Gottes bestehende Weltzeit ein. Indem mit der Zeitabgelaufenheit zugleich auch das systemisch zum Vollzug gehoerige Boese mit untergegangen ist. Der in der nullpunktuellen Selbstschnittstelle stattfindende Welt- und Selbstakt trennt alles und jeden von sich selbst, hin zum Selbst des Universums, das mit seiner urknallenden Weltgrundlegung das allein Gute ist.

Joh 5,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hoert und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

Joh 5,25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, die Stunde kommt, und sie ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hoeren werden, und die sie hoeren, werden leben.

Was erst noch kommt, aber auch schon da ist, und alsdann die Toten betreffend auch noch die Vergangenheit einbezieht, das ist eindeutig zenral nullpunktuell. Und so ist es die nullpunktuelle Selbstabstossung des Daseins zu seiner Selbstweiche, von der naturgemaess alles Daseiende betroffen sein muss. Und so gibt es nichts, was nicht die Stimme Gottes hoert, denn er ist das Dasein, sodass alles Daseiende in ihm ist, und dann hoeren muss, was er spricht. Hierzu gibt es nur zwei moegliche Reaktionsweisen. Hinhoeren und befolgen, sowie damit das Leben waehlen.  Oder aber weghoeren und nicht befolgen, und damit den Tod waehlen.

Wer sich nun in seinem Inneren zu Jesus Christus als seinen Herrn bekennt, darf deswegen die beruhigende Gewissheit haben, beim endzeitlichen Anruf des lebendigen Herrn richtig zu reagieren, und sich dadurch bei ihm ewiges Leben zu sichern. Wer jedoch in Selbstbeharrung verschlossen bleibt, und damit den Lebendigen ablehnt, der wird sein zeitliches Ende nicht ueberleben koennen.

 

 

 

 

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